-
Mindestabstand – Verfolgungswahn
Ich gehe in mich. Wo bin ich eingestiegen? Rechts. Gut, das heißt, sie hat mein Gesicht nicht gesehen. Jetzt einfach ein bisschen was tippen *, dann das Handy aus der Hand legen und stoisch aus dem Fenster gucken. Wird schon was sein. Was weiß ich, Sorgen oder so. Und wenn ich aussteige, – ich gehe…
-
Der Schaum der Tage
»Ey wie kann man so viel Pech haben!« … »Gerade heute! Alles heute, meine Beziehung, Mama, meine Freundin!« … »O mein Gott!, ich schwör. Ob ich das nötig hätte, ich hätte wohl keine Freunde, die mir das sagen.« … »Das füllt einen, meint die. So die Erlebnisse, die man mit einer Freundin hat.« O mein…
-
Kameras
Wo sind die Kameras? Will jetzt auch Bilder machen. Aber das muss dann ja nicht gleich die ganze Welt sehen – ich so, fotografier die eine Geile, und die Welt so, sieht den ganzen Scheiß. Muss ja nicht sein. Überwachungskameras. Die ist zehn Meter groß. Und geil. Mein Gott, kann sich kein Mensch vorstellen. Rosa…
-
Happy End
Der Dicke. Und er quatscht mich wieder voll. Ich sterbe, schon bevor ich in den Bus steige. Und das soll was heißen. »Wie soll’s mir schon gehen? Arbeit!«, . 3. 222. 130. Keine 124. Dann, Stunden später. Die 124 kommt gleich zwanzig Mal. 20 x 124 (?). Sie liefern sich ein Kopf an Kopf Rennen.…
-
Der Schwitzer
Da türmen sich Fabriken auf. Mein Gott, so viele hab ich noch nicht gesehen. Wir fahren auf den Deich. Und ich sehe sie alle hell erleuchtet im Sonnenlicht, so hell, dass sie ein Gefühl von Schönheit vermitteln. Geborgenheit. Vollkommenheit. Der Himmel ist schwarz, doch die Fabriken strahlen. Rauch, Wolken, Schlote und Sonnenstrahlen. Glanz und Schwarz.…
-
10 Grad Celsius
Dienstag. Besoffen. Herrje. Endlich. Ich sagte es. Da sitzt eine, die ist Satan. Die Augen. Hell. Wach. Böse. Ich habe Angst. Lederjacke. Mit Nieten. Kettenhemd. Zumindest sieht das so aus. Helle Augen, ein Blick, der mich zerschneidet. Katana-Schwert. Achte nur auf Tiefstack. Da hängt eine ernsthaft ihre Jacke an so einem vorperforierten Haken auf. Die…